Formen
Vier Wege, ein Objekt zu schützen
Die Kosten unterscheiden sich um ein Vielfaches. Die Frage ist nicht, was am meisten Sicherheit verspricht, sondern was zu Ihrem Risiko passt.
Ständige Bewachung
Eine Kraft dauerhaft vor Ort, meist mit Torkontrolle und Rundgängen. Sinnvoll bei hohen Werten, laufendem Betrieb oder Auflagen. Die teuerste Variante – und oft nicht die nötige.
Revier- und Streifendienst
Mehrere Kontrollen pro Nacht zu bewusst unregelmäßigen Zeiten. Für die meisten Gewerbeobjekte das beste Verhältnis aus Wirkung und Kosten. Siehe Revierdienst München.
Alarmintervention
Wir fahren hin, wenn die Anlage meldet – und prüfen vor Ort, ob es ein Fehlalarm ist. Setzt eine funktionierende Meldekette voraus.
Schließdienst
Auf- und Zusperren zu festen Zeiten, Kontrolle von Fenstern, Licht und Heizung. Unauffällig, günstig, erstaunlich wirksam gegen den einfachen Gelegenheitstäter.
Objektarten
Worauf es je nach Objekt ankommt
- Produktion und Werksgelände. Zutritt ist wichtiger als Einbruch: Fremdfirmen, Anlieferung, Besucher. Torkontrolle, Ausweisverwaltung und ein Verfahren für den Feierabend.
- Logistik und Lager. Ladungsdiebstahl passiert häufig beim Rangieren und in der Wartezeit. Streifen zu den Umschlagzeiten, nicht nur nachts.
- Handel und Einkaufszentren. Sichtbare Präsenz zu Öffnungszeiten, Kontrolle nach Ladenschluss. Häufig kombiniert mit verdeckter Beobachtung im Verkaufsraum.
- Wohnanlagen. Tiefgarage, Keller, Müllraum und Beleuchtung – dort entsteht das Gefühl von Unsicherheit, nicht an der Wohnungstür.
- Leerstand. Leere Gebäude ziehen Metalldiebstahl und unbefugte Nutzung an. Regelmäßige Kontrolle verhindert, dass sich etwas etabliert.
- Baustellen. Material, Maschinen, Kupfer. Eigene Seite: Baustellenbewachung Bayern.
- Landwirtschaft und Ferienobjekte. Abgelegene Höfe, Almen, Ferienhäuser mit langen Leerzeiten – im Chiemgau und im Fünfseenland ein wiederkehrendes Thema.
- Forschung und sensible Bereiche. Neben Zutritt am Boden zunehmend die Frage nach dem Luftraum. Siehe Drohnenabwehr.
Vor Ort
Wo wir bewachen
München und Landkreis
Geschäftsstelle Tal 44. Details unter Objektschutz München und Sicherheitsdienst München.
Rosenheim, Wasserburg, Chiemsee
Von der Zentrale Höslwang aus. Siehe Objektschutz Rosenheim.
Traunstein, Chiemgau, Berchtesgadener Land
Eigene Niederlassung in Traunstein. Siehe Sicherheitsdienst Traunstein.
Altötting und Mühldorf
Chemiedreieck und Industrie am Inn. Siehe Objektschutz Burghausen.
Starnberg und Fünfseenland
Gewerbe in Gilching und Weßling, Anwesen am See. Siehe Objektschutz Starnberg.
Erding, Freising, Ebersberg
Logistik und Flughafenumfeld, Gewerbeparks im Umland.
Kosten
Was Objektschutz kostet – gerechnet, nicht geschätzt
Der Stundensatz sagt wenig. Entscheidend ist die Einsatzform. Vier Fälle im Vergleich, alle für dasselbe mittelgroße Gewerbeobjekt.
Durchgehende Nachtbesetzung
Eine Kraft von 18 bis 6 Uhr, sieben Nächte: etwa 10.000 bis 14.000 Euro im Monat. Gerechtfertigt bei hohen Werten, laufendem Betrieb oder behördlichen Auflagen – sonst selten.
Revierdienst, drei Kontrollen je Nacht
Dasselbe Objekt, dreimal je Nacht angefahren und kontrolliert: rund 700 bis 1.000 Euro im Monat. Für die große Mehrheit der Objekte die richtige Antwort.
Schließdienst
Abends zusperren und prüfen, morgens aufsperren: etwa 450 bis 700 Euro im Monat. Wirkt gegen Gelegenheitstäter und gegen das häufigste Problem überhaupt – die offen gebliebene Tür.
Alarmintervention auf Abruf
Grundpauschale plus Einsatzpreis je Anfahrt. Sinnvoll als Ergänzung, nicht als Ersatz: Wer nur bei Alarm kommt, verhindert nichts, sondern verkürzt nur die Schadensdauer.
Kombination
In der Praxis am häufigsten: Schließdienst werktags, Revierkontrollen am Wochenende, Alarmintervention rund um die Uhr. Das deckt die Risikozeiten ab, ohne durchgehend zu bezahlen.
Was wir nicht berechnen
Begehung, Konzept und Einweisung der Kräfte. Bei laufenden Verträgen auch nicht die Anfahrt innerhalb des Einsatzgebiets.
Vor Ort
Was eine Kontrolle tatsächlich umfasst
„Kontrollgang“ ist ein dehnbarer Begriff. Bei uns ist festgelegt, was geprüft wird – und Sie sehen im Bericht, dass es geschehen ist.
- Umgang außen. Zaun, Tore, Fenster im Erdgeschoss, Kellerschächte, Lichtschächte, Notausgänge von außen. Dabei achten wir auf Aufbruchspuren und auf Gegenstände, die vorher nicht da waren.
- Türen und Fenster prüfen. Nicht ansehen – anfassen. Eine Tür, die nur angelehnt aussieht, ist meistens offen. Das ist der häufigste Fund überhaupt.
- Innenrundgang nach Absprache. Flure, Technikräume, Serverraum, Lager. Auf Wunsch mit Kontrolle von Heizung, Wasser und Kühlanlagen – Wasserschäden verursachen mehr Kosten als Einbrüche.
- Beleuchtung und Technik. Ausgefallene Außenleuchten, offene Rolltore, laufende Maschinen, blinkende Störmeldungen. Vieles davon fällt niemandem auf, bis es teuer wird.
- Fahrzeuge und Fläche. Fremde Fahrzeuge auf dem Gelände, abgestellte Anhänger, Müllablagerungen. Wir notieren Kennzeichen, wenn etwas nicht passt.
- Personen ansprechen. Wer sich auf dem Gelände aufhält, wird angesprochen und nach dem Grund gefragt – freundlich und ohne Übergriff. Bei Straftaten alarmieren wir die Polizei.
- Digitale Quittierung. Jeder Kontrollpunkt wird per NFC oder QR bestätigt, mit Uhrzeit. Das ist nicht Bürokratie, sondern Ihr Nachweis gegenüber Versicherung und Auftraggeber.
- Bericht am Folgetag. Mit Uhrzeiten, Vorkommnissen und Fotos. Bei Auffälligkeiten melden wir uns noch in der Nacht.
Alarm
Was bei einer Alarmmeldung passiert
Der Unterschied zwischen einer Anlage, die nur piept, und einer, die wirkt, liegt in dieser Kette.
Meldung eingeht
Über Notrufleitstelle, Ihre Rufumleitung oder direkt auf das Diensthandy der Streife. Die Kette wird vorher schriftlich festgelegt, nicht im Ernstfall improvisiert.
Anfahrt
Bei laufendem Revierauftrag ist meist ohnehin ein Fahrzeug in der Nähe. Wir melden Ihnen die voraussichtliche Ankunftszeit, sobald wir losfahren.
Erstprüfung von außen
Erst die Runde ums Objekt: Spuren, offene Zugänge, Fahrzeuge. Wer sofort hineinläuft, übersieht, wo jemand hinein- und wieder hinausgegangen ist.
Innenkontrolle
Wenn ein Zugang offen ist oder Spuren vorliegen, gehen wir nicht allein hinein, sondern rufen die Polizei und sichern von außen. Das ist keine Zurückhaltung, sondern Vorschrift und gesunder Menschenverstand.
Fehlalarm klären
Die große Mehrheit der Meldungen sind Fehlalarme – Tiere, Zugluft, technische Störung. Wir dokumentieren die Ursache, damit sich das Muster erkennen und abstellen lässt.
Objekt sichern
Bei beschädigten Türen bleiben wir vor Ort, bis eine Notverschließung gemacht ist oder Sie eintreffen. Auf Wunsch organisieren wir den Notdienst.
Erfahrung
Die fünf häufigsten Fehler beim Objektschutz
Aus dem, was uns bei Übernahmen von anderen Dienstleistern regelmäßig begegnet.
Feste Kontrollzeiten
Wenn jede Nacht um 23 und um 3 Uhr kontrolliert wird, ist das nach zwei Wochen Beobachtung bekannt. Kontrollen müssen im Rahmen bleiben, aber unregelmäßig fallen.
Kontrolle ohne Nachweis
Ohne digitale Quittierung wissen Sie nicht, ob jemand da war oder nur vorbeigefahren ist. Das ist kein Misstrauen, sondern die Grundlage jeder Reklamation.
Alarmanlage ohne Interventionskette
Die Anlage meldet an eine Nummer, die niemand abhebt, oder an eine Leitstelle ohne Auftrag zur Anfahrt. Dann ist die Meldung folgenlos.
Bewachung ohne Beleuchtung
Personal in einem stockdunklen Areal sieht wenig. Zwei Strahler mit Bewegungsmelder verbessern die Wirkung einer Streife oft mehr als eine zusätzliche Kontrolle.
Vertrag über die falsche Laufzeit
Objekte ändern sich: Bauphasen enden, Betriebsferien beginnen. Ein Vertrag, der zwölf Monate gleich bleibt, ist in mindestens einem Quartal zu teuer.
Niemand redet miteinander
Die Streife bemerkt seit Wochen dasselbe offene Fenster, meldet es im Bericht – und niemand liest den Bericht. Einmal im Quartal zehn Minuten Rücksprache lösen das.
Häufige Fragen
Objektschutz in Bayern
Was kostet Objektschutz?
Ständige Bewachung oder Revierdienst – was ist richtig?
Wie oft wird kontrolliert?
Was passiert bei einem Vorkommnis?
Bekomme ich einen Nachweis über die Kontrollen?
Setzen Sie immer dieselben Leute ein?
Können Sie kurzfristig übernehmen?
Brauche ich zusätzlich Technik?
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