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Sicherheitsdienst · bayernweit · alle Leistungen

Sicherheitsdienst

„Sicherheitsdienst" ist ein Sammelbegriff für ein gutes Dutzend sehr verschiedener Aufgaben. Entscheidend ist nicht, wie die Leistung heißt, sondern welches Problem sie löst. Diese Seite ordnet zu – vom unbesetzten Tor über das leere Objekt bei Nacht bis zum Alarm, dem jemand nachgehen muss – und führt von dort auf die Seite, die den Fall ausführlich erklärt.

  • Elf Leistungen, jede mit einer eigenen Seite und einem klaren Anwendungsfall
  • Zuordnung nach Problem statt nach Produktnamen
  • Über 100 Sicherheitsmitarbeiter mit Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK) und mehr als 25 Mitarbeiter mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK) bayernweit für uns im Einsatz
  • Je Objekt eine schriftliche, mit Ihnen abgestimmte Dienstanweisung
  • Bewachungshaftpflicht über die Allianz: 3 Mio. € je Schadenfall
Sicherheitsmitarbeiter kontrolliert die Einfahrt eines Betriebsgeländes

Kurz beantwortet

Welche Leistung Sie suchen – und wie Sie sie finden

Fast jede Anfrage beginnt mit einem Satz über ein Problem, nicht über eine Leistung: „Nachts steht die Halle leer." „Unser Empfang ist drei Wochen krank." „Am Tor winkt jeder jeden durch." Aus jedem dieser Sätze folgt genau eine Leistung – und wer sie beim richtigen Namen nennt, bekommt ein passendes Angebot statt eines Pauschalangebots über „Bewachung".

Die Zuordnung läuft über drei Fragen. Bleibt die Kraft an einem Punkt stehen oder bewegt sie sich? Ein Posten am Tor ist Pförtnerdienst, ein Rundgang über das Gelände Objektschutz, eine Tour über mehrere Objekte Revierdienst. Ist das Objekt besetzt oder leer? Tagsüber geht es um Menschen, die hereinwollen, nachts um ein Gebäude, das niemand beobachtet. Ist der Bedarf dauerhaft oder befristet? Eine Schichtfolge über Jahre wird anders geplant als eine Brandwache über vier Nächte.

Unten stehen alle Leistungen mit Anwendungsfall und Link. Wenn Sie nicht sicher sind, welche zu Ihrem Objekt gehört, ist die Begehung der schnellere Weg: Wir sehen uns Zufahrt, Gebäude, Freiflächen und Abläufe an und legen binnen 24 Stunden ein schriftliches Angebot vor. Die Begehung kostet nichts, telefonisch erreichbar sind wir rund um die Uhr.

Leistungen

Elf Leistungen und wofür sie stehen

Jede Zeile nennt den typischen Auslöser und führt auf die Seite, die den Fall behandelt.

Monitorwand mit Kamerabildern mehrerer bewachter Objekte

Pförtnerdienst

Ein fester Posten dort, wo Ihr Gelände beginnt: Ausweis prüfen, gegen die Avisierung abgleichen, Fahrzeug und Ladung an den Begleitpapieren messen, Schranke bedienen – alles mit Uhrzeit ins Wachbuch. Auslöser ist meist Lieferverkehr ohne Anmeldung oder die Frage, wer abends noch auf dem Hof ist.

Empfangsdienst

Der besetzte Tresen im Haus: Besucher anmelden und weiterleiten, Telefonzentrale bedienen, Post und Pakete annehmen, Fundsachen verwalten, Räume buchen. Gefragt wird danach selten aus Sicherheitsgründen, sondern weil eine Stelle unbesetzt ist und der erste Eindruck trotzdem stimmen soll.

Werkschutz

Sicherheit als Teil der Betriebsorganisation statt als Einzelposten: Schichtübergabe an Ihre Leute, Verbindung zu Haustechnik, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Brandschutzbeauftragtem, Mitwirkung an Betriebs- und Alarmanweisungen. Das verlangt Stammpersonal, das den Betrieb kennt.

Zutrittskontrolle und Besuchermanagement

Die Regel hinter der Tür: Wer bekommt welche Berechtigung, wie lange gilt sie, wer entzieht sie wieder, wie werden Besucher und Fremdfirmen gebucht und beim Verlassen wieder ausgebucht. Ohne dieses Regelwerk entscheidet jede Kraft am Eingang nach eigenem Ermessen.

Öffnungs- und Schließdienst

Morgens aufsperren, abends zusperren, dazwischen Schlüssel ausgeben und zurücknehmen – jeweils dokumentiert. Der Klassiker für Verwaltungsgebäude, Schulen, Sportstätten und Gewerbeparks, wo zu festen Zeiten jemand da sein muss, aber niemand dauerhaft sitzen bleibt.

Objektschutz

Stationäre Bewachung eines einzelnen Objekts mit Kontrollgängen über Hallen, Lager und Freiflächen. Die Kraft bleibt die ganze Schicht auf diesem Gelände und ist dort ansprechbar. Wann sich eine feste Standwache gegenüber einer Tour rechnet, erklärt die Seite Objektschutz.

Revier- und Streifendienst

Mehrere Objekte in einer Tour, jedes nur für wenige Minuten, dafür zu wechselnden Zeiten und meist nachts. Wirtschaftlich dort, wo eine durchgehende Besetzung nicht zu rechtfertigen ist. Welche Objektdichte eine Tour trägt, behandelt die Seite Revierdienst.

Alarmverfolgung und Intervention

Wenn die Anlage auslöst, fährt jemand hin, geht das Objekt nach, verständigt bei Bedarf Polizei oder Feuerwehr und sichert die Öffnung wieder ab. Im Chiemgau sind wir dafür maximal 20 Minuten bis zum Objekt unterwegs. Häufigster Anlass ist nicht der Einbruch, sondern die Kette von Fehlalarmen.

Brandwache und Sicherheitswache

Befristeter Dienst, wenn der vorbeugende Brandschutz vorübergehend nicht trägt: abgeschaltete Meldeanlage, Heißarbeiten, Umbau im laufenden Betrieb, behördliche Auflage. Aufgabe, Dauer und Meldeweg stehen vorher fest, oft mit der Feuerwehr abgestimmt.

Veranstaltungsschutz

Einlass, Wegeführung und Ordnungsdienst für Feste, Messen, Konzerte und Firmenfeiern, abgestimmt auf Sicherheitskonzept und behördliche Auflagen. Was ab welcher Größe verlangt wird, steht auf der Seite Veranstaltungsschutz.

Personenschutz

Begleitung gefährdeter oder exponierter Personen, im Alltag wie bei einzelnen Terminen, auf Wunsch mit Fahrdienst. Der Auftrag beginnt mit einer Lagebewertung und wird vertraulich abgestimmt.

Zuordnung

Welches Problem zu welcher Leistung führt

Links der Satz, mit dem Anfragen tatsächlich beginnen. Rechts die Leistung, die ihn beantwortet – und warum die naheliegende Alternative meist teurer ist.

„Am Tor kommt jeder rein."
Das ist Pförtnerdienst, nicht Objektschutz. Gefragt ist ein Posten mit fester Standlinie, der Avisierung, Ausweis und Papiere abgleicht. Wer stattdessen eine Bewachung mit Rundgängen bestellt, bekommt eine Kraft, die genau dann nicht am Tor steht, wenn der Lkw kommt. Lautet die Frage dahinter, wer überhaupt eine Berechtigung erhält, gehört die Zutrittskontrolle mit hinein.
„Nachts steht das Objekt leer."
Hier entscheidet die Fläche über die Form. Ein einzelnes Gelände mit Hallen, Lager und Hof trägt eine Standwache – das ist Objektschutz. Liegen mehrere kleine Objekte verstreut, ist der Revierdienst die richtige Bestellung: mehrere Anfahrten je Nacht zu unregelmäßigen Zeiten. Ist eine Alarmanlage vorhanden, ersetzt die Alarmverfolgung oft beides.
„Der Empfang ist wochenlang unbesetzt."
Das ist Empfangsdienst als Vertretung, kein Wachdienst. Entscheidend ist der Vorlauf: Telefonanlage, Besucherverfahren, Raumbuchung und die Ansprechpartner müssen vor dem ersten Tag übergeben sein. Steht der Tresen an einer Werkzufahrt und hat mit Lieferanten zu tun, kippt die Gewichtung zur Kontrolle – dann ist es Pförtnerdienst mit Empfangsanteil.
„Auf der Baustelle verschwindet Material."
Das ist Baustellenbewachung, eine Mischform aus Standwache und Tour. Tagsüber zählt die Zufahrt: Ausweisprüfung nach SOKA und Mindestlohnvorgaben, befristete Ausweise für wechselnde Gewerke. Nachts zählen Kran, Lager und Container, im Winter kommt die Winterdienstkontrolle dazu. Auf großen Freiflächen ergänzen wir bei Bedarf mobile Kameratechnik.
„Die Alarmanlage löst aus, und niemand fährt hin."
Das ist Alarmverfolgung. Sie wird nicht nach Stunden kalkuliert, sondern nach Bereitschaft plus tatsächlicher Anfahrt – deshalb ist sie für ein einzelnes Objekt oft die günstigste Form. Voraussetzung sind eine hinterlegte Meldekette, ein verfügbarer Schlüssel und eine Vereinbarung darüber, wer bei bestätigtem Alarm verständigt wird.
„Die Brandmeldeanlage ist für den Umbau abgeschaltet."
Das ist Brandwache, zeitlich scharf begrenzt. Die Kraft geht feste Runden durch den betroffenen Bereich, achtet auf Rauch, Geruch und Wärme, hält Flucht- und Rettungswege frei und löst die Meldung von Hand aus. Dauer, Rundengang und Meldeweg werden vorher festgeschrieben, häufig mit der Feuerwehr abgestimmt.
„Sicherheit soll bei uns mitdenken, nicht nur dastehen."
Das ist Werkschutz. Sobald Ihre Sicherheitskraft Fremdfirmen über die Pforte hinaus koordiniert, in Meldeketten sitzt und an Betriebs- und Alarmanweisungen mitwirkt, bestellen Sie keine Bewachung mehr, sondern eine Funktion im Betrieb. Dazu gehört ein Schlüssel- und Schließplan, der zum Schließdienst passt.
„Wir veranstalten etwas, und das Amt fragt nach einem Konzept."
Das ist Veranstaltungsschutz. Einlass, Wegeführung, Besetzung der Ausgänge und Ordnungsdienst richten sich nach Besucherzahl, Fläche und Auflage. Je früher die Kräftezahl mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt ist, desto seltener wird kurz vor dem Termin nachverhandelt.

Objektarten

Was in welcher Objektart typischerweise gebraucht wird

Nicht jede Branche braucht dasselbe. Diese sieben Muster decken den größten Teil unserer Aufträge ab.

Sicherheitsmitarbeiter kontrolliert nachts ein Firmengelände
  • Industrie und Werksgelände. Mehrere Tore, Werkverkehr, Instandhaltung durch Fremdfirmen: Hier laufen Pforte, Werkschutz und nächtliche Kontrollgänge zusammen. Meist beginnt es mit einer Schicht am Haupttor.
  • Logistik und Speditionshöfe. Am Umschlagplatz entscheidet Tempo: Anmeldung, Zeitfenster, Rampenzuweisung. Nachts steht der Hof mit beladenen Wechselbrücken – ein Fall für Standwache oder eine Tour mit mehreren Anfahrten.
  • Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Vorne Besucherlenkung und Auskunft, hinten eine Wirtschaftszufahrt mit Küche, Wäscherei und Technik. Zwei Aufgaben mit zwei Personalprofilen, dazu ein Schließplan für Bereiche, die nachts zu sind.
  • Hotellerie und Tagungshäuser. Tagsüber Gästebetrieb, nachts ein Haus mit offener Anlieferung. Üblich ist eine Nachtbesetzung am Personaleingang, bei Tagungen ergänzt um Einlass und Wegeführung.
  • Handel, Lager und Fachmärkte. An der Warenannahme treffen Lieferung, Retoure und Entsorgung aufeinander. Außerhalb der Öffnungszeiten sind Anfahrten und Alarmverfolgung meist wirtschaftlicher als eine durchgehende Besetzung.
  • Bau und Großbaustellen. Wechselnde Gewerke, Leihpersonal, teures Material im Freien. Ausweisprüfung an der Zufahrt, nächtliche Kontrolle von Kran und Lager, Winterdienstkontrolle – und bei großen Flächen mobile Kameratechnik.
  • Kommunen, Schulen und Sportstätten. Hier zählen feste Zeiten und Flächen, die abends öffentlich zugänglich bleiben. Öffnungs- und Schließdienst plus nächtliche Anfahrten decken den Bedarf meist ab. Dasselbe gilt für Bürocampus mit mehreren Mietern, wo die Zuordnung des Besuchers hinzukommt.

Entscheidungshilfe

Anforderung und passende Sicherheitsleistung

Links das, was Sie beobachten. In der Mitte der Begriff, der in die Anfrage gehört. Rechts die Form, in der geplant wird.

Was bei Ihnen passiertPassende LeistungTypische Form
Lieferanten fahren unangemeldet auf den HofPförtnerdienstFeste Schicht am Tor
Besucher stehen ohne Ansprechpartner im FoyerEmpfangsdienstTresenbesetzung zu Bürozeiten
Niemand weiß, wer welchen Ausweis hatZutrittskontrolleBerechtigungs- und Besucherverfahren
Türen bleiben nachts offen stehenSchließdienstÖffnen und Schließen zu festen Zeiten
Ein Gelände steht nachts komplett leerObjektschutzStandwache mit Kontrollgängen
Mehrere kleine Objekte, keines rund um die UhrRevierdienstTour mit mehreren Anfahrten
Die Alarmanlage meldet, niemand reagiertAlarmverfolgungBereitschaft plus Anfahrt
Brandmeldeanlage abgeschaltet oder HeißarbeitenBrandwacheBefristeter Dienst mit Rundengang
Sicherheit soll in Betriebsabläufe eingebunden seinWerkschutzStammpersonal nach Schichtplan
Veranstaltung mit Auflage der BehördeVeranstaltungsschutzKräfteansatz nach Konzept

Kosten

Wovon der Preis abhängt – unabhängig von der Leistung

Ein Stundensatz ohne Kenntnis des Objekts sagt nichts. Sechs Größen bestimmen jedes Angebot; ausführlich steht das unter Was ein Sicherheitsdienst kostet.

  • Die Abrechnungsart der Leistung. Stationäre Dienste werden nach besetzten Stunden gerechnet, Touren nach Anfahrten, Alarmverfolgung nach Bereitschaft plus tatsächlichem Einsatz. Diese Logiken lassen sich nicht vergleichen – wer Angebote nebeneinanderlegt, muss zuerst prüfen, ob dieselbe Größe kalkuliert wurde.
  • Lage und Länge der Dienstzeiten. Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden sind zuschlagspflichtig. Der Sprung von einer Schicht auf durchgehende Besetzung ist keine Erhöhung, sondern eine Vervielfachung. Oft lohnt sich deshalb die Frage, in welchen Stunden tatsächlich etwas passiert.
  • Zuschnitt und Wege des Objekts. Zwei getrennte Zufahrten sind zwei Posten, sobald beide gleichzeitig Verkehr haben. Eine weitläufige Freifläche verlängert jeden Rundgang. Bei Touren zählt die Entfernung zwischen den Objekten, weil sie die Zahl möglicher Anfahrten je Nacht bestimmt.
  • Geforderte Qualifikation. Für Pforte, Empfang, Objektschutz und Kontrollgänge auf dem eigenen Gelände genügt die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wer die Sachkundeprüfung pauschal ausschreibt, obwohl die Tätigkeit sie nicht verlangt, verteuert die Leistung ohne Sicherheitsgewinn.
  • Zusatzaufgaben und Technik. Schlüsselausgabe, Alarmannahme, Bedienung von Toranlagen, Telefonnebenstelle, ein digitales Kontrollpunktsystem oder mobile Kameratechnik erhöhen den Aufwand. Was dazugehört, legen wir vor dem Angebot fest, nicht in der ersten Rechnung.
  • Laufzeit und Planbarkeit. Eine feste Schichtfolge über einen Rahmenvertrag rechnet sich anders als einzelne kurzfristige Tage: Einweisung, Dienstanweisung und Personalplanung fallen nur einmal an, und es bleiben dieselben Kräfte eingeteilt.

Ablauf

Vom ersten Anruf bis zum Dienstbeginn

Der Weg ist für alle Leistungen gleich – nur die Begehung sieht bei einer Pforte anders aus als bei einer Tour.

  1. Telefonat Sie schildern das Problem in Ihren Worten. Wir sagen im Gespräch, welche Leistung dazu gehört, was sie typischerweise voraussetzt und ob eine einzelne Schicht genügt. Die Rufnummer ist rund um die Uhr besetzt, auch am Wochenende.
  2. Kostenlose Begehung Wir sehen uns Zufahrten, Gebäude, Freiflächen, vorhandene Technik und die tatsächlichen Abläufe an – und sprechen mit den Leuten, die heute damit zu tun haben. Daraus ergibt sich häufig eine andere Leistung als die zuerst angefragte.
  3. Angebot binnen 24 Stunden Schriftlich, mit Zeiten, Aufgabenumfang und Nebenkosten. Was nicht enthalten ist, steht ebenfalls darin. Mehrere Standorte führen wir unter einer Rahmenvereinbarung mit einheitlicher Struktur, aber örtlicher Besetzung.
  4. Dienstanweisung abstimmen Je Objekt entsteht eine schriftliche, mit Ihnen abgestimmte Dienstanweisung: Entscheidungsraum, Meldepflichten, Meldestelle mit Rufnummer und Vertretung sowie die Regel für den Fall, dass niemand erreichbar ist. Ohne sie beginnen wir nicht.
  5. Einweisung und Dienstbeginn Jede eingeteilte Kraft wird vor dem ersten Dienst am Objekt eingewiesen – auch die Vertretung und auch für einen einzelnen Tag. Danach läuft der Dienst mit einer benannten Ansprechperson und Bericht am Folgetag.

Arbeitsweise

Was auf jedem Objekt gleich läuft

Diese sechs Punkte gelten unabhängig von der beauftragten Leistung – und lassen sich vor Vertragsschluss prüfen.

  • Schriftliche Dienstanweisung je Objekt. Kein Dienst ohne abgestimmtes Papier. Es benennt, was die Kraft selbst entscheidet, was sie meldet und an wen – der letzte Punkt fehlt in der Praxis am häufigsten.
  • Einweisung am Objekt vor der ersten Schicht. Jede eingeteilte Person war vorher da und kennt Wege, Technik, Meldestellen und Ansprechpartner. Das gilt für Vertretungen wie für eine Kraft, die nur eine Nacht übernimmt.
  • Quittierte Kontrollpunkte. Jeder Kontrollpunkt wird per NFC oder QR mit Uhrzeit quittiert. Damit ist nachweisbar, dass eine Runde gegangen wurde – und wann. Bei Freiflächen kommt auf Wunsch mobile Kameratechnik dazu.
  • Bericht am Folgetag. Sie erhalten den Bericht am nächsten Tag per E-Mail, bei Vorkommnissen mit Fotos. Schlüsselausgabe und Rücknahme werden dokumentiert, offene Ausweise am Schichtende nachverfolgt.
  • Eingeplante Vertretung, feste Ansprechperson. Vertretung bei Krankheit und Urlaub ist fest eingeplant, nicht improvisiert. Sie erreichen bei uns eine benannte Person unter einer Nummer, die nachts dieselbe ist wie tagsüber.
  • Register, Zuverlässigkeit, Haftpflicht. Alle Kräfte sind im Bewacherregister erfasst und behördlich zuverlässigkeitsgeprüft. Unsere Bewachungshaftpflicht bei der Allianz deckt 3 Millionen Euro je Schadenfall für Personen- und Sachschäden sowie je 250.000 Euro für das Abhandenkommen bewachter Sachen und für Vermögensschäden.

Qualifikation

§ 34a GewO: zwei Stufen, zwei Preisklassen

Welche Stufe Ihr Auftrag verlangt, ist gesetzlich geregelt. In Ausschreibungen ist das der am häufigsten vermeidbare Kostentreiber.

Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK)
Die Mindestvoraussetzung für jede Bewachungstätigkeit, erworben in einer mehrtägigen Unterrichtung bei der Industrie- und Handelskammer. Sie genügt für Empfangs- und Pförtnerdienst in einem Betriebsgebäude, für Objektschutz und für Kontrollgänge auf dem eigenen Betriebsgelände – also für den größten Teil dessen, was auf dieser Seite steht.
Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK)
Die höhere Stufe mit Prüfung vor der IHK. Vorgeschrieben unter anderem für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr, für den Schutz vor Ladendieben, für Türdienste im Gastgewerbe sowie für die Leitung von Bewachungen in Aufnahmeeinrichtungen und bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen; ebenso für Gewerbetreibende und Leitungspersonal, soweit direkt mit Bewachungsaufgaben befasst.
Wo die Grenze in der Praxis verläuft
Ein umfriedetes Werksgelände ist kein öffentlicher Verkehrsraum – dort trägt die Unterrichtung. Sobald eine Streife über tatsächlich öffentlich zugängliche Flächen führt oder ein Einlassdienst bei einer zugangsgeschützten Großveranstaltung dazukommt, kippt es. Klären Sie das vor der Ausschreibung, nicht danach.
Unser Personalstand
Über 100 Sicherheitsmitarbeiter mit Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK) und mehr als 25 Mitarbeiter mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK) bayernweit für uns im Einsatz. Der Inhaber Michael Hundsberger befindet sich in der Ausbildung zum Geprüften Meister für Schutz und Sicherheit.
Prüfung vor dem ersten Dienst
Jede Kraft ist vor der ersten Schicht im bundesweiten Bewacherregister erfasst und behördlich auf Zuverlässigkeit geprüft. Auf Wunsch benennen wir die Personen, die fest für Ihr Objekt eingeplant sind.

Einsatzgebiet

Wo wir arbeiten

Bayernweit aus drei Standorten. Für die Einteilung zählt die Anfahrt der Mitarbeiter.

Mobiler Videoturm auf einer bewachten Freifläche
  • Zentrale Höslwang im Landkreis Rosenheim. Von hier laufen Chiemgau und Landkreis Rosenheim, von Wasserburg über Amerang und Bad Endorf bis Prien und Bernau. Hier liegt auch die Bereitschaft für die Alarmverfolgung.
  • Niederlassung Traunstein. Zuständig für den Landkreis Traunstein und den östlichen Chiemgau – Trostberg, Traunreut, Tacherting, Obing, Seeon, Seebruck, Grabenstätt. Der industriell geprägte Teil unseres Gebiets.
  • Geschäftsstelle München. Für die Landeshauptstadt, den Landkreis München und die angrenzenden Kreise Starnberg, Ebersberg, Erding und Miesbach. Über die 0800-Nummer dieser Geschäftsstelle laufen auch Anfragen aus Mühldorf am Inn und Altötting.
  • Zwölf Orte mit eigenem Profil. Für die Schwerpunktorte im Chiemgau beschreiben wir getrennt, welche Objekte es dort gibt und welche Leistung dazu passt: Einsatzgebiete. Ihr Ort ist nicht dabei? Wir kommen trotzdem.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Sicherheitsdienst

Was macht ein Sicherheitsdienst?
Er übernimmt eine genau beschriebene Aufgabe an einem Objekt – nicht „Sicherheit" allgemein. Das reicht von der Entscheidung am Tor über die Besetzung eines Empfangs und Kontrollgänge bei Nacht bis zur Anfahrt nach einem Alarm, zur Brandwache bei abgeschalteter Meldeanlage und zum Ordnungsdienst bei Veranstaltungen. Welche Aufgabe gemeint ist, legt eine schriftliche Dienstanweisung je Objekt fest.
Welche Sicherheitsleistung brauche ich für mein Objekt?
Das entscheiden drei Fragen: Bleibt die Kraft an einem Punkt oder bewegt sie sich, ist das Objekt besetzt oder leer, und ist der Bedarf dauerhaft oder befristet. Ein Posten am Tor ist Pförtnerdienst, ein Rundgang über ein Gelände Objektschutz, eine Tour über mehrere Objekte Revierdienst. Wenn Sie unsicher sind, klärt das die kostenlose Begehung schneller als jede Liste.
Was ist der Unterschied zwischen Objektschutz und Revierdienst?
Die Anwesenheit. Objektschutz bedeutet, dass eine Kraft für die Dauer der Schicht auf einem Gelände bleibt und dort Kontrollgänge geht; sie ist jederzeit ansprechbar und bemerkt Veränderungen sofort. Revierdienst bedeutet mehrere Objekte in einer Tour, jedes nur wenige Minuten, dafür zu wechselnden Zeiten. Die Standwache kostet mehr, die Tour verteilt die Kosten auf mehrere Auftraggeber.
Was ist der Unterschied zwischen Pförtnerdienst und Empfangsdienst?
Die Reihenfolge der Aufgaben. Der Pförtner kontrolliert zuerst: Avisierung, Ausweis, Fahrzeug, Ladung, Wachbuch – Freundlichkeit kommt dazu. Der Empfang repräsentiert zuerst: anmelden, führen, Auskunft geben, Telefonzentrale, Post- und Paketannahme, Raumbuchung – die Kontrolle läuft nebenher. Beide dokumentieren, wer im Haus ist; unterschiedlich sind Personalprofil und Einweisung am Objekt.
Kann ein Sicherheitsdienst nur nachts oder nur am Wochenende kommen?
Ja, und das ist der häufigste Zuschnitt überhaupt. Viele Betriebe haben tagsüber eigenes Personal und brauchen nur die Stunden, in denen niemand da ist. Möglich sind eine feste Nachtschicht, einzelne Anfahrten je Nacht zu unregelmäßigen Zeiten oder reine Wochenendbesetzung. Was trägt, hängt von der Fläche ab.
Wie schnell ist jemand vor Ort, wenn der Alarm auslöst?
Im Chiemgau maximal 20 Minuten bis zum Objekt. Voraussetzung ist, dass die Meldekette vorher hinterlegt wurde und ein Schlüssel verfügbar ist – sonst steht die Kraft vor einer verschlossenen Tür. Nach der Nachschau erhalten Sie eine Rückmeldung darüber, was festgestellt wurde, bei Vorkommnissen mit Fotos. Alles Weitere steht unter Alarmverfolgung.
Brauchen alle Sicherheitsmitarbeiter die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO?
Nein, für die meisten Aufträge genügt die Unterrichtung nach § 34a GewO bei der IHK. Sie trägt Empfangs- und Pförtnerdienst in einem Betriebsgebäude, Objektschutz und Kontrollgänge auf dem eigenen Betriebsgelände. Die Sachkundeprüfung ist unter anderem für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, für den Schutz vor Ladendieben und für Türdienste im Gastgewerbe vorgeschrieben. Wir sagen Ihnen vorab, was Ihr Fall tatsächlich verlangt.
Was kostet ein Sicherheitsdienst?
Das hängt von der Abrechnungsart ab, und die unterscheidet sich je Leistung: stationäre Dienste nach besetzten Stunden, Touren nach Anfahrten, Alarmverfolgung nach Bereitschaft plus tatsächlichem Einsatz. Dazu kommen Lage der Dienstzeiten mit Nacht- und Feiertagszuschlägen, Zuschnitt des Objekts, geforderte Qualifikation, Zusatzaufgaben und Vertragslaufzeit. Ein belastbarer Preis entsteht nach der Begehung, nicht am Telefon.
Wie beauftrage ich einen Sicherheitsdienst?
Mit einem Anruf, einer Begehung und einer Unterschrift. Im Telefonat klären wir, welche Leistung zu Ihrem Problem gehört. Bei der kostenlosen Begehung sehen wir uns Zufahrten, Gebäude, Freiflächen und Abläufe an. Binnen 24 Stunden liegt das schriftliche Angebot vor. Danach stimmen wir die Dienstanweisung ab und weisen die Kräfte am Objekt ein.
Übernehmen Sie auch einzelne Tage oder kurzfristige Einsätze?
Ja, befristete Aufträge gehören zum Alltag: eine Brandwache über die Umbauphase, eine Vertretung am Empfang, Bewachung über die Betriebsferien, Ordnungsdienst an einem Wochenende. Vorlauf braucht es trotzdem, weil Personal eingeteilt, eingewiesen und die Dienstanweisung abgestimmt werden muss. Ist das Objekt bereits bekannt, geht es deutlich schneller.

Nächster Schritt

Objekt ansehen lassen

Beschreiben Sie uns das Problem, nicht die Leistung – die Zuordnung übernehmen wir. Die Begehung kostet nichts, das Angebot liegt binnen 24 Stunden vor.

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